
Neuer Ferrari Amalfi: Vicki Butler-Hendersons Erste Fahrt-Urteil
Der Ferrari Amalfi ist ein V8-betriebenes Coupé, das den Roma in Ferraris aktueller Modellpalette ersetzt. Benannt nach einem italienischen Urlaubsziel, verfügt der Amalfi über eine windschlüpfrigere Form und einen stärkeren Motor als sein Vorgänger. Mit einem Startpreis von knapp über 240.000 € stellt er den Einstieg in den Ferrari-Besitz dar.
Diese Bewertung basiert auf direkten Fahreindrücken der professionellen Rennfahrerin und Automobilmoderatorin Vicki Butler-Henderson, die das Fahrzeug in Albufeira, Portugal, getestet hat.
Bewertet von Vicki Butler-Henderson – einer professionellen Rennfahrerin mit umfangreicher Erfahrung im Motorsport und Automobiljourналismus. Vicki bringt jahrzehntelange Expertise im Hochleistungsfahren in diese Beurteilung ein.
Was ist der Ferrari Amalfi?
Der Amalfi ist Ferraris Ersatz für den Roma und positioniert sich als Einstiegsmodell in der aktuellen Modellfamilie der Marke. Er ist etwas länger als der Roma und verfügt über eine neu gestaltete Front, die ihn von seinem Vorgänger unterscheidet.
Der Roma bleibt bemerkenswert für sein Haifischnasen- und straffes Heck-Styling. An der Front verfügt der Amalfi über extrem schlanke Voll-Matrix-LED-Scheinwerfer, die so konstruiert sind, dass sie den Gegenverkehr nicht blenden. Eine Active-Matrix-LED-Option ist für fast 4.200 € erhältlich. Die lang gestreckte, skulpturale Motorhaube trägt zur Proportionierung des Fahrzeugs bei, verfügt jedoch im Gegensatz zu Ferraris V12-betriebener Flaggschiff-GT, dem 12Cilindri, nicht über eine Clamshell-Motorhaube.
Das Heck zeigt einfache, klare Linien im Vergleich zum aggressiveren Styling des Roma. Die Heckscheibe verschmilzt mit einem aktiven Spoiler, der drei Einstellungen hat, um dem Auto zu helfen, bei Geschwindigkeit durch die Luft zu schneiden oder schnell abzubremsen. Ein 20 mm hoher integrierter Nolder manipuliert den Luftstrom, um das Fahrverhalten zu verbessern.
Wie schnell ist der Amalfi?
Unter der Haube sitzt Ferraris mehrfach preisgekrönter 3,9-Liter-V8-Motor mit 640 PS. Die Einheit verfügt über verbesserte Aufwärmeffizienz und integriert die neueste Turboaufladungstechnologie, die in anderen Ferrari-Modellen verwendet wird, wodurch Turbo-Lag eliminiert wird. Die Kraftentfaltung ist beim Drücken des Gaspedals sofort spürbar, und bei langsameren Geschwindigkeiten arbeitet der Motor geschmeidig, was das Auto alltagstauglich macht.
Leistungsdaten umfassen:
- 0-100 km/h in 3,3 Sekunden
- Höchstgeschwindigkeit knapp unter 320 km/h
- Der Motor ist mit einem Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe gekoppelt.
Wie fährt sich der Amalfi?
Der Amalfi liefert trotz strengerer Lärmvorschriften den charakteristischen Ferrari-Sound. Das Fahrerlebnis konzentriert sich auf den Manettino-Wählschalter, der die Einstellung des Autos an Straßenbedingungen oder Fahrerpräferenzen anpasst. Die Einstellungen reichen von maximaler elektronischer Unterstützung bis hin zu keinem Sicherheitsnetz für das Hinterradantrieb-Handling.
Elektronische Systeme, die im Hintergrund arbeiten, umfassen Side Slip Control 6.1 und Ferraris magnetorheologische Dämpfer (SCM-E Frs), die das Auto durch schnelle Kurven stabil halten. Der Manettino bietet Einstellungen für maximalen Komfort auf holprigen Straßen sowie Launch-Control-Funktionalität.
Brems- und Verzögerungsleistung
Der Amalfi verfügt über Ferraris neuestes effizientes Brake-by-Wire-System mit Präzision und Pedaleffizienz auf Rennwagenniveau. Hochleistungs-Keramik-Bremsscheiben sind serienmäßig, während diese bei Konkurrenzfahrzeugen typischerweise mehrere tausend Pfund teure Optionen sind.
Welche Reifen verwendet der Amalfi?
Der Amalfi steht auf 20-Zoll-Leichtmetallfelgen, die mit Goodyear F1 Eagle SuperSport-Reifen ausgestattet sind.
Laut Goodyear verfügt der Reifen über eine innovative U-förmige Mischung und spezialisierte Kraftzonen für außergewöhnliche Nass- und Trockenleistung, während ein Laufflächenverformungsschutz und exzellente Aufstandsflächenerhaltung für Hochgeschwindigkeitsstabilität sorgen.
An der Vorderachse findet man die Größe 245/35R20 und an der Hinterachse 283/35R20. Ferrari bietet diese Größen auch mit einer Michelin-Option als Werksausstattung an, komplett mit der Ferrari-spezifischen Seitenwandmarkierung, die anzeigt, dass der Reifen in Zusammenarbeit mit Ferrari entwickelt wurde.
Ist der Amalfi alltagstauglich?
Das Kofferraumvolumen beträgt 273 Liter, einen Liter mehr als beim Roma und entspricht dem eines VW Golf Hybrid. Die Rücksitze lassen sich umklappen, um zusätzlichen Stauraum zu bieten. Trotz einer kompakt aussehenden Öffnung kann der Kofferraum ein paar Handgepäckstaschen aufnehmen.
Quelle: Ferrari-Laderaumspezifikationen und vergleichende Herstellerdaten
Der Amalfi wird als 2+-Coupé und nicht als 2+2 klassifiziert, was bedeutet, dass im Fond kein Platz für vollwertige Sitze vorhanden ist. Jedoch ist ISOFIX-Befestigung für Kindersitze serienmäßig.
Innenraumdesign und Ausstattung
Der Innenraum hat sich gegenüber dem Roma mit mehreren bemerkenswerten Verbesserungen weiterentwickelt. Auf vielfachen Wunsch sind echte Tasten zum Lenkrad zurückgekehrt statt haptischer Bedienelemente. Auch ein traditioneller Aluminium-Druckknopf-Startknopf wurde wieder eingeführt.
Das Lenkrad verfügt über Ferraris übliche Anordnung von Bedienelementen auf beiden Seiten und auf der Rückseite, mit Schaltwippen in Reichweite der Fingerspitzen. Das zweiseitige Kabinendesign ähnelt dem des 12Cilindri, mit einer optionalen Beifahreranzeige für fast 4.800 €, die es dem Copiloten ermöglicht, Daten einschließlich G-Kräften und Motordrehzahlen anzuzeigen.
Ein neues Touchscreen-Design sitzt in der Mittelkonsole, neben einem Aluminium-Mitteltunnel, der den Gangwahlschalter, den Schlüsselschlitz und eine kabellose Ladestation beherbergt. Das Auto verfügt über alle notwendigen Technologien und Fahrerassistenzsysteme. Für Standorte, die tägliche Nasenhebefunktionalität erfordern, kann ein Frontlifter-System die Nase um 40 mm bei Geschwindigkeiten bis zu 34 km/h anheben. Komfortsitze sind in drei Größen mit Massagefunktionen erhältlich. Die Kabine verfügt über einen Mix aus Materialien, die mit kontrastierenden Nähten zusammengeführt werden.
Wie viel kostet der Amalfi?
Der Ferrari Amalfi beginnt bei knapp über 240.000 €. Die Optionsliste ist umfangreich und umfasst:
- Airbrush-Logo: 10.800 €
- Mattschwarzer Lack: 33.000 €
- Beifahreranzeige-Option: fast 4.800 €
- Active-Matrix-LED-Leuchten: fast 4.200 €
Quelle: Offizielle Ferrari-Preis- und Optionsliste
Für diejenigen, die weitere Personalisierung suchen, bietet Ferraris hochgradig maßgeschneiderte Tailor-Made-Abteilung zusätzliche Individualisierungsoptionen.
Wie schneidet der Amalfi im Vergleich zu Konkurrenten ab?
Um Aufmerksamkeit in diesem Marktsegment konkurrieren der erheblich schnellere Porsche 911 Turbo S und der erheblich günstigere, strenge Zweisitzer Aston Martin Vantage.
Was der Amalfi bietet
Aus Sicht der Testfahrerin bietet der Ferrari Amalfi einen wunderbaren Einstieg in die Marke. Er ist der am wenigsten einschüchternde, aber der am besten ausbalancierte und daher lohnendste Ferrari in der aktuellen Modellpalette des Unternehmens.
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Quelle: DriverReviews